Prof. Dr. Volker Schöppner beim Fachforum „net`s work“ in Bad Salzuflen

„Netzwerke stimulieren die Kreativität“

Netzwerker sind im Vorteil, denn professionelle Vernetzung schafft einmaligen Austausch, bietet Entwicklungs- und Präsentationsplattformen, ebenso die Lösung konkreter Probleme und: Vernetzung ist die Plattform für effektive Zusammenarbeit. Alles entscheidend beim erfolgreichen Netzwerken ist und bleibt der persönliche Kontakt unter den Netzwerkern. Das ist das Fazit der Experten, die sich bei der „net`s work“ in Bad Salzuflen wissenschaftlich mit dem Thema „Networking“ beschäftigten.

Unter ihnen auch Prof. Dr. Volker Schöppner, der in seinem Vortrag über „Praktische Erfahrungen in den Netzwerken der Kunststofftechnologie“ referierte. Seine Botschaft: Netzwerken funktioniert dann optimal, wenn das Netzwerk sich mit einem thematisch eng begrenzten Thema beschäftigt. Schöppner: „Wer beim Netzwerken nicht mitmacht, sollte auf jeden Fall das Gefühl haben, dass er etwas verpasst hat.“

Das Institut für Kunststofftechnik, KTP, arbeitet in verschiedenen Netzwerken mit. So genannte vertikale Netzwerke basieren auf folgendem Prinzip: Menschen nutzen Forschungsergebnisse aus der Universität, um beispielsweise Maschinen zu bauen. Es handelt sich um Netzwerke mit thematischem Bezug wie dem DVS, Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V., oder dem VDMA: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. Neben den vertikalen Netwerken gibt es die horizontalen Netzwerke, zum Beispiel den Wissenschaftlichen Arbeitskreis Kunststofftechnik, WAK, ein Zusammenschluss aller Institute der deutschen Hochschullandschaft, die sich mit Kunststoffen befassen. Schöppner: „Bei einem solch horizontalen Netzwerk geht es vor allem darum, zu checken: Was machen die anderen? Welche Aktivitäten sind nutzlos?“

Netzwerke wie „Kunststoffe in OWL“ (www.kunststoffe-in-owl.de) oder „kunststoffland nrw“ haben einen regionalen Bezug. „Welchen Ursprung Netzwerke auch immer haben, sie stimulieren die Kreativität. Das Netzwerk ist ein Marktplatz, auf dem sich emsige und geschäftige, in der Regel erfolgreiche Menschen treffen“, so Schöppner.

Während der Abschlussdiskussion der „net`s work“ unterstrich Hartmut Schauerte, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, dass Betriebe, die sich am Networking beteiligen, oft ein höheres Innovationstempo haben und krisenfester sind als Unternehmen, die Networking ablehnen. Schauerte: „Je kleiner das Untenehmen, um so wichtiger ist das Netzwerken. Netzwerken schafft Vertrauen.“





 

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