Professor Dr.-Ing. Volker Schöppner als Experte im „Forum Kunststoff“ des Kongresses „Metropolregion Nordrhein-Westfalen“ in Bonn
Clusterstrukturen sollen günstiges Umfeld für Investitionen schaffen und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes stärken
Rund 350 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nahmen am Kongress „Metropolregion Nordrhein-Westfalen“ im World Conference Center in Bonn teil. Namhafte Experten, unter ihnen auch Prof. Dr.-Ing. Volker Schöppner vom Institut für Kunststofftechnik, diskutierten auf Einladung von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben die Chancen der „Kreativen Ökonomie“. Zugleich stellte die Ministerin die Schwerpunkte der zukünftigen Wirtschaftspolitik vor. Neben dem Leitbild der kreativen Ökonomie“ hob sie die Clusterpolitik, das Instrument der Förderwettbewerbe sowie die Standort- und Marketingpolitik hervor.
Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, setzt Nordrhein-Westfalen unter dem Leitbild der „Kreativen Ökonomie“ auf den Aufbau von Clusterstrukturen. Ziel ist es, ein günstiges Umfeld für Investitionen zu schaffen, Impulse für Wachstum und Beschäftigung zu setzen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu stärken. Die Erfahrungen, die Unternehmen vor Ort bisher mit der neuen Clusterpolitik gemacht haben, standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
In ihrer Rede unterstrich Ministerin Thoben die enge Verflechtung von Produktion und Dienstleistung. „Moderne Industrie ist kein Gegensatz zum Konzept der Kreativen Ökonomie“, so die Ministerin. „Im Gegenteil: die produktive Mischung von Dienstleistung und Industrie ist die eigentliche Stärke der Metropolregion Nordrhein-Westfalen.“ Entscheidend sei, Produkte vom Kunden her zu denken, anstatt allein die technischen Möglichkeiten auszuschöpfen.
Die Kundenbedürfnisse ins Zentrum zu stellen, hatte zuvor auch Wolfgang Müller-Pietralla, Leiter Zukunftsforschung und Trendtransfer bei Volkswagen, in einem einleitenden Impulsvortrag gefordert. Gerade im Automobilbereich sei Vieles bereits heute möglich. Entscheidend jedoch sei, dass die Produkte den Kunden begeistern und Mobilität bezahlbar bleibe. Vor diesem Hintergrund forderte Dr. Michael Böhmer vom Wirtschaftsinstitut Prognos in einem zweiten Impulsreferat, die Strukturen der Wertschöpfung wesentlich dynamischer zu gestalten. Hierfür setzt er auf eine stärkere Kopplung von Dienstleistungsbranchen an die industrielle Basis eines Landes.
Am Nachmittag diskutierten Vertreter in fünf Fachforen zu den Themen Automotive, Energie, Chemie, Kunststoff und Kreativwirtschaft Chancen und Nutzen von Clusterbildung in Nordrhein-Westfalen. Einen besonderen Vorteil sahen zahlreiche Referenten in der engen Vernetzung und Kommunikation, die durch Cluster entstehen – sowohl innerhalb der verschiedenen Wirtschaftssektoren, als auch zwischen Wirtschaft und Forschung. Ziel der Kooperationen müsse es dabei sein, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken, neue Märkte zu erschließen und einzigartige Angebote zu entwickeln. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen könnten von einer engen Vernetzung profitieren.
Dr. Jens Baganz präsentierte abschließend die Ergebnisse aus den Fachforen und zog eine positive Bilanz. „Mit dem Aufbau der Cluster werden Exzellenz und Alleinstellungsmerkmale der Metropolregion Nordrhein-Westfalen klar erkennbar. Daher haben wir unsere Clusterpolitik unter das Motto ‚ExzellenzNRW’ gestellt.“



